Impulsvortrag und Podiumsdiskussion am Mittwoch, 18. Januar 2012, 20h im Dürersaal.
Die Informationslage zum BBT-Projekt ist verworren. Befürworter vermitteln den Eindruck, alles sei bereits beschlossen und finanziert und der Tunnel werde bereits gebaut. Gegner widersprechen und betonen, alle Entscheidungen seien noch offen und die Finanzierung stehe in den Sternen.

Ausschnitt Flyer als Banner
Wie steht es wirklich um das so genannte „Jahrtausendprojekt BBT“?
Wir versuchen, uns einen Überblick zu verschaffen.
Nach einem kurzen Einführungsvortrag von Lothar Gamper (ehemaliger Mitarbeiter des Landesumwelt Anwaltes in Tirol und Sachbearbeiter der BBT-UVP) diskutieren wir mit dem Publikum und unseren Gästen:
- Martin Außerdorfer (BBT Beobachtungsstelle)
- Lothar Gamper (Initiative „Lebenswertes Wipptal“)
- Walter Baumgartner (SVP, als BBT-Befürworter)
- Hans Heiss (Grüne Verdi Vërc, als BBT-Kritiker)
Es liegen viel Hoffnungen in den BBT (und viele oder gar alle von uns möchten auch vor einer denkbaren Fertigstellung des BBT greifbare Entlastungen erreichen) – umso wichtiger ist es, dass wir informiert Stellung beziehen können und der Politik auch unser Bürgerinteresse zu diesem Thema zeigen können.
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Alternative zum BBT:
wegen der Wirtschafts- und Finanzkrise ist Europa gefordert, mutige und wirksame Entscheidungen zu treffen. Als solche bietet sich das Tirol-Adria-Projekt an, welches sich auf folgende Überlegungen stützt.
Straßen- und Bahnnetze wurden miteinander verbunden, Wasserstrassen nördlich und südlich der Alpen jedoch noch nicht.
Ich erinnere daran, dass auch England den Bau des Suezkanals verhindern und an dessen Stelle eine Bahnverbindung zwischen zwei Meeren herstellen wollte. Warum nur möchten dies einige Politiker wiederholen und verhindern, dass sogar 5 Meere durch Binnenwasserstraßen quer durch Europa miteinander verbunden werden? Ich schlage daher vor, die Bahndurchstiche Koralpe-, Semmering- und Brennerbasistunnel durch den AlpenKanalTunnel für die Wasserstraße Donau-Tirol-Adria zu ersetzen, um effektiv eine europaweite Verlagerung auf das umweltfreundlichste Transportmittel zu erreichen.
In Italien könnte man sich dadurch auch noch die Brücke über die Meerenge von Messina und den Tunnel für die Hochgeschwindigkeitsstrecke Lyon-Turin, als Teil des Korridors 5 Lissabon-Kiev, ersparen, da über die Donau eine hervorragende Ost/Westverbindung bereits besteht, die das zehnfache des heutigen Verkehrsaufkommens abdecken könnte. Durch die Donau-Tirol-Adria-Schiffspassage würde sich Europa insgesamt fünf ..zig Milliarden Euro teure Projekte ersparen und die finanziell angeschlagenen Staaten Italien und Griechenland, ja den gesamten Adriaraum, näher an Europa und Europa näher an das Mittelmeer rücken und neue Perspektiven eröffnen.