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Der Wortlaut der Verkehrskommission

Hatten Sie bisher Gelegenheit, die Empfehlungen der Verkehrskommission zu lesen? Hier der wesentliche Auszug.


„Die Klausner Altstadt ist von 9.30-6.30h für den Durchfahrtsverkehr gesperrt. Ausnahmen gibt es für Anrainer und Personen  it Genehmigung (z.B. Taxis, Beförderungsunternehmen) sowie Hotelgäste in der Innenstadt. Der Verkehr ist in den vergangenen Jahren aufgrund wachsender Anwohnerzahl stark gestiegen, auch wurden viele Genehmigungen erteilt, zur Zeit bestehen sogar  n die 120. Dies führt zu einer Mischnutzung der Innenstadt – auch zu Sperrzeiten fahren viele Fahrzeuge. Häufig werden auch  nnötige Fahrten getätigt (z.B. Leerfahrten von Beförderungsunternehmen, Sanitätseinheit, Anwohner, die aus Bequemlichkeit nicht den kürzesten Weg zur Garage nehmen) oder bestehende Öffnungszeiten nicht eingehalten (z.B. Lieferanten).

Mischnutzung und Wechselverkehr stellen jedoch für die Verkehrsteilnehmer „Fußgänger“ ein besonders hohes Risiko dar. Vor  llem die schwächsten Verkehrsteilnehmer, alte Leute und Kinder, sehen sich immer wieder gefährlichen Situationen ausgesetzt. Diese gilt es zu reduzieren.

Zudem führt dieser Verkehr für die Anwohner der Innenstadt zu einer großen Lärmbelastung und  inderung der Lebensqualität (Lieferungen früh morgens um 5 Uhr). Auch ist das Bild der Innenstadt für den Tourismus  schädlich, sollte doch eine „historische Einkaufstadt“ als autofreie Innenstadt punkten.

Aus Gründen der

  • a) Verkehrssicherheit,
  • b) Lärmreduzierung,
  • c) Lebensqualität

empfehlen wir daher, unverzüglich geeignete Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung und somit  ur Errichtung einer echten Zone mit beschränktem Verkehr in die Wege zu leiten. Dies kann und sollte folgende Maßnahmen  umfassen, die ohne jegliche Investitionen sofort umgesetzt werden können durch entsprechende Überarbeitung der  Verkehrsordnung, wie zum Beispiel:

  • Ganztägige Sperrung der Innenstadt;
  • Schließung der Promenade;
  • Errichtung  on  Taxiständen am Schindergries und Marktplatz;
  • Errichtung von Lieferantenparkplätzen an allen  Stadteinfahrten und  efinition von geeigneten Zeitfenster für Lieferungen;
  • Kostenpflicht für Lieferanten außerhalb dieser Zeitfenster;
  • Nur Entfernen der Straßenschilder „Gäste der Hotels in der Innenstadt frei“ (Hotelzufahrt weiterhin erlaubt);
  • Stärkere  Kontrollen der Durchfahrten nach dem Prinzip „nur die kürzeste Durchfahrt ist erlaubt“/ keine Leerfahrten der Beförderungsunternehmen;
  • Restriktive Vergabe der Genehmigungen;
  • Zeitfenster für Durchfahrten auch für Anwohner;
  • Ausschluss von Genehmigungen für öffentliche Verkehrsmittel und private Transportunternehmen.

2 comments to Der Wortlaut der Verkehrskommission

  • no goes in Eurer Auflistung:
    - entfernen der Straßenschilder “Freie Zufahrt für Gäste” (außer Ihr wollt die Gasthäuser und Hotels in der Altstadt aushungern)
    - Zeitfenster für Durchfahrt der Anwohner (wie soll das in der Praxis funktionieren – wollt Ihr den Anwohnern sagen wann Sie Ausgehen und Heimkommen dürfen).
    Meine Meinung: die aktuelle Regelung ist ausreichend alldings zu wenig kontrolliert (z.B.Morgenstunden wenn Pendler zum Bahnhof die Altstadt als Abkürzung zum Bahnhof nehmen; alle möglichen und unmöglichen Leute auch während der Sperrzeit durchfahren z.B. Rettung ohne Einsatz, Bezirksgemeinschaft, Post, Forst, Polizei – auch unsere, Finanzwache, Carabinieri, Gemeindefahrzeuge, Geldtransporter, Mühlabfuhr, etc.)
    … und außerdem finde ich, daß dies alles nur dazu dient um von den wahren Problemen der Altstadt, sprich Konzeptlosigkeit und mangelnde strategische Planung, abzulenken (auch einige tausend Euro für Eventmanager bringen keine Lösung, solange kein Geld für die einfachen Dinge, sprich ein paar Bänke, einheitlicher Busbahnhof, unentgeldlicher Parkraum zeitlich limitiert etc. fehlt )
    … P.S. ich schaue jetzt seit 2 Stunden aus dem Fenster (Postplatz) und habe sage und schreibe 5 Personen 0 Autos und 1 Katze in der Altstadt gesehen… das scheint mir das wirkliche Problem der Altstadt zu sein.

  • Hallo Hannes,

    danke für Dein Feedback, falls Maßnahmen der Verkehrskommission durch den Gemeinderat gehen sollten (eine neue Verkehrsordnung wäre ein solcher Fall) werde ich für mich sicher die Für und Wieder genau abwägen, Deine Rückmeldung zu diesen Themen ist damit wichtig.

    Zu einigen Punkten: “unsere Auflisung” ist , zur Präzisierung, nicht meine, sondern natürlich 1:1 der Wortlaut der Verkehrskommission. Ich habe die Punkte nicht selbst so verfasst :)

    Zur Sache:
    1)
    soweit ich die Verkehrskommission verstanden habe, geht es beim ersten Punkt (entfernen der Straßenschilder Gäste der Hotels frei) nicht darum, die Gasthäuser auszuhungern. Der Vorschlag der VK bezieht sich darauf, dass die Gäste sehr wohl zu den Garagen der Hotels fahren dürfen. Das soll der jeweilige Hotelier auch als Standardsatz mit Erklärung auf jeder Buchungsbestätigung schreiben. Es geht darum, dass die Beschilderung wohl missbrauchpotential herrscht, da Touristen sich generell ermächtigt fühlen, durch die Stadt zu fahren, egal ob sie gebucht haben oder nicht. Das war, so haben es mir die VK Mitglieder erklärt, die Motivation für diesen Punkt.

    2)
    Zeitfenster für Anwohner halte ich persönlich auch für schwer umsetzbar. Ich habe zwar in Hall i.T. eine ähnliche Regelung gesehen, jedoch gibt es dort Umwegemöglichkeiten die ich in Klausen nicht wirklich sehe. Ich persönlich denke dieser Punkt aus der Empfehlungsliste ist kritisch.

    3)
    Zu den Pendlern: genau darum geht es eigentlich. Laut einer Zählung neulich waren ca. 160 Autos früh morgens in einer Stunde durchgefahren. 12 davon haben auf dem Kirchplatz (eigentlich: Parkverbot) gehalten und Einkäufe (Zeitung, Zigaretten, vielleicht Brötchen) gemacht um dann zum Bahnhof zu rasen. 12 von 160 ist mir zu schwach um als wirtschaftliches Argument die Stadt für diese Pendler offen zu lassen. Lieber hätte ich stattdessen einen gescheiten Kiosk am Bahnhof statt eines geschlossenen Museums.

    4)
    Alle von dir genannten Rettungs- und Sozialdienste haben sich genauso an die Regelung zu halten. In Hall i.T. konnte ich beobachten wie “essen auf räder” zu Fuß in der Altstadt geliefert hat (!). Nicht, dass es auf dieses eine Auto ankommt – wegen mir kann Essen auf Räder auch durchfahren. Aber nur als Beispiel genannt, was in anderen Städten möglich ist.
    Die Carabinieri habe ich diesbezüglich auch angesprochen, es gibt aber eine schlüssige Erklärung für ihre Durchfahrt, das besprechen wir mündlich.

    5)
    Ad Konzeptlosigkeit mangelt es leider. Einige Dinge, die Du nennst, haben wir von der Frischluft intensiv angeregt: Eine mögliche (nicht die einzig denkbare!) komplett ausgearbeitete Parkplatzregelung als Diskussionsgrundlage, einen Beschlussantrag zur Stadtmöblierung mit zunächst Aschenbechern im PPP Modell (public private partnership) als Symbol, natürlich gefolgt von Gemeindeinvestitionen für Bänke et al.

    Selbst eine mühsame Übersetzung unserer Unterlagen in die jeweils andere Sprache hat nichts daran geändert, dass keine einzige Stimme außer unserer dreien für die Initiativen zu gewinnen war.

    6)
    Was soll ich sagen – natürlich ist in der Stadt zuwenig los. Darum gehts ja. Wie kriege ich die Altstadt attraktiver? Durch Sauberkeit, Bänke, kulturelle Veranstaltungen, Wohnraum, wirtschaftliche Initiativen, Stadtmarketing, Kunst und generell: durch ein Konzept, wie du richtig sagst. Aber durch mehr Autos, ganz ehrlich, gewinnt die Stadt sicher nicht an Attraktivität. Ich hoffe, ganz ehrlich, dass hier ernsthaft an den Zielen der Altstadtrevitalisierung gearbeitet wird, dann macht eine kontrolliertere Verkehrsregelung nämlich auch Sinn. Den Umsatz, den flanierende Fußgänger in der Altstadt generieren können, machen die 12 von 160 Autos, die in der früh zum Bahnhof rasen, nämlich nicht.

    Bis bald,
    Christoph

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