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Februar 2012
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Programm

Chiusa

Download: Das Programm der Bürgerliste Klausen 2010 als PDF

Überparteilich, sachbezogen und bürgernah

Die Gemeindeverwaltung muss bei ihren Entscheidungen die Interessen aller Bürger berücksichtigen. Dies setzt mehr Bürgerinformation und Bürgerbeteiligung voraus. Im Mittelpunkt dürfen nicht Partei- oder Privatinteressen stehen, sondern das Wohl der Allgemeinheit. Die Bürgerliste | Lista Civica Klausen| Chiusa arbeitet ohne Hierarchien, sie kann und will frei von Parteizwängen handeln. Ziel ist es, für Klausen und seine Fraktionen wichtige Sachthemen anzugehen, zu bearbeiten und für Probleme konstruktive Lösungen zu finden.

Unsere Ziele:

  • Kein “Paktln”, sondern offene Spielregeln: Transparenz und Gleichbehandlung, etwa bei der Vergabe öffentlicher Aufträge
  • Das Quorum für Bürgerbefragungen auf Gemeindeebene von derzeit 30% auf 15% reduzieren
  • Einführung regelmäßiger Bürgercafés und der „Zukunftswerkstatt“ Klausen als Möglichkeit der Mitgestaltung aller
  • Die Gemeinde muss auf genannte Bedürfnisse der Bürger reagieren, nicht nur regieren
  • Häufigere Ausgaben der „Clausa“, Mitgestaltung durch Vertreter der ausländischen Mitbürger
  • Ziel: Bürgerbefragungen bei Großprojekten
  • Einbeziehung von Bevölkerungsgruppen in die Entwicklung von Projekten, von denen sie betroffen sind (Jugend, Senioren, Migranten, Anrainer von Bauprojekten…)
  • Bürgerforum im Internet – Weiterführung des Listenauftritts (Newsletter-Blog)
  • Veröffentlichungen aller Entscheidungen der Gemeinde im Klausner Boten und im Internet
  • Wöchentliche Sprechstunden
  • Umsichtiger Umgang mit den verfügbaren Geldern und der Verschuldung
  • Genaues Buchhalten mit und Controlling von Geldern der Gemeinde

Familie, Senioren, Jugend, Bildung und Kultur

Die Familien müssen einige der wichtigsten Aufgaben unserer Gesellschaft wahrnehmen, und wir wollen uns dafür einsetzen, dass sie bei der Erfüllung dieser Aufgaben gestärkt werden. Auch die Teilhabe älterer Mitbürger am politischen und gesellschaftlichen Leben soll gefördert, ihre Potentiale für die Gemeinschaft nutzbar gemacht werden.

Unsere Ziele:

  • Betreuungsangebote für Kinder bis zum Mittelschulalter schaffen (Kinderkrippe, Nachmittagskindergarten, Nachmittagsbetreuung) – Angebot soll beständig sein und nicht jährlich neu verhandelt werden
  • Investitionen in Spielplätze und Freizeitanlagen für Kinder und Jugendliche, sowie deren Erhalt und Pflege: Anschaffung von Spielgeräten, Skaterbahn in der Stadt
  • Aufwertung des Jugenddienstes
  • Mehrgenerationentreff und Projekte für Jung und Alt: Erzählen von früher und heute, gemeinsames Spielen, Basteln
  • Gezielte gesellschaftliche Nutzung der Potentiale älterer Bürger (Mentoren, Hausaufgabenhilfen)
  • Kultur auf die Straße bringen, Förderung alter und neuer Kulturrichtungen : Schreibwettbewerb, Lesefest, Künstlerstraße, Klausen in Literatur und Kunst
  • Kulturelle Offenheit für alle Generationen
  • Senioren- und behindertengerechte Zugänge
  • Frei zugängliche Sportanlagen
  • Anschaffung von mehr Büchern in italienischer und englischer Sprache für die Bibliothek
  • Einsatz für eine bessere finanzielle Ausstattung der Musikschule (viel Platz, zu wenig Lehrer)

Eine gesunde Wirtschaft ist das Rückgrat der Gemeinde

Ohne funktionierende Wirtschaft können schwer Umweltschutz oder eine alle Gesellschaftsschichten zufriedenstellende Sozialpolitik betrieben werden. Wir wollen eine Symbiose zwischen Wirtschaft, Ökologie und Sozialpolitik erreichen, die längerfristig Arbeitsplätze in unserer Gemeinde schafft. Handel, Tourismus, Handwerk, Landwirtschaft, Unternehmen und Dienstleister sollen kooperativ zusammenarbeiten und dabei unterstützt werden.

Unsere Ziele:

  • Wiederbelebung der Altstadt
  • Monatliche Aktionen/Themenabende für die Gastronomie („Borghi“, ethnische Abende)
  • „Südtirolhaus“ Klausen mit Südtiroler Spezialitäten – Schaffung touristischer Anziehungspunkte für Klausen („Stop-over“ Klausen)
  • Aufwertung der Gewerbezone GEPA, transparente Flächenzuweisung „Spitalwiese“ und Überprüfung der Nutzung
  • Vision „Säben Weltkulturerbe“
  • Positionierung Klausens für Grüne Technologien
  • Evaluierung der Möglichkeiten zur Energiegewinnung durch Photovoltaik in Klausen
  • Wirtschaftskreislauf zwischen den Akteuren fördern: Schule, Bürger, Kaufleute, Vereine
  • Sommerjobs fordern und fördern: Einrichtung einer Sommerjob-Börse mit Partnerstädten
  • Unterstützung/Weiterführung des wöchentlichen Bauernmarkts
  • Ansiedlung neuer Betriebe fördern und Hilfen bei Erweiterungen gewähren

Sinnvolle Investitionen – auch jenseits von Asphalt und Beton

Wir stehen für sozial gerechte Investitionen ohne Lobbyismus und für Projekte, die den praktischen Nutzen für den Bürger im Blick haben.

Unsere Ziele:

  • Mehrfache oder bessere Nutzung von Strukturen (Musikschule)
  • Sanierung vor Neubau bei Wohnraumbeschaffung (Altstadt)
  • Budgetierung von Folgekosten für die Instandhaltung von Anlagen (Schwimmbad, Spielplätze, Jugendraum, Bolzplatz)
  • Maßnahmen/Kontrollen gegen Baumängel bei öffentlichen Aufträgen
  • Unterstützung des Projekts Säben – spirituelles Zentrum mit europäischer Ausstrahlung

Eine Kultur des Zusammenlebens – ein Miteinander von alten und neuen Klausnern

Wir wollen den Austausch zwischen den verschiedenen Sprach- und Kulturgruppen fördern. Die Mehrsprachigkeit in Südtirol und die Vielfalt der Kulturen in Klausen verstehen wir als Chance und nicht als Hürde zur Integration. Gegenseitiges Verständnis und Interesse ist auch möglich, wenn der Gesprächspartner eine andere Sprache spricht oder aus einem anderen Kulturkreis kommt. Voraussetzung ist jedoch, dass wir unsere Mitbürger kennen. Hierfür muss ein geeigneter Rahmen geschaffen werden, der einen vermehrten Informationsaustausch und gemeinsame Begegnungen ermöglicht.

Unsere Ziele:

  • Ladinisches Modell für die Kinderkrippe
  • Mitarbeit und Mitdarstellung aller ethnischen Gruppen bei Festen und Veranstaltungen
  • Gemeinsame Aktionen mit den Fraktionen (Familiensonntage, Stadtfeste, Radfahrtage)
  • Förderung des Ehrenamtes durch Förderung von Projektarbeit und Vereinen als Träger des Ehrenamts
  • Erstellung eines Vereins-Registers („Portraits“)  zur Orientierung in Klausen
  • Vision: gemeinsame kirchliche Feiern
  • Begrüßung für neue Klausner
  • Sprachkurse, auch für Deutsche und Italiener, auch in der Umgangssprache:  jeder soll sich in mehr als  einer Sprache wohlfühlen können
  • Ausbau der Integrationskurse für ausländische Frauen: neben Sprache auch Kenntnisse über das Funktionieren der Gemeindeverwaltung vermitteln – Erarbeitung der Inhalte mit Migrantinnen (nicht nur für sie)
  • Kleine Feste zur Vorstellung der verschiedenen Ethnien in Klausen
  • Verstärkte Informationsverbreitung über Kultur der ausländischen Mitbürger (Seite in „Clausa“, regelmäßige Treffen wie kulinarische Abende)
  • Förderung des Zusammenrückens deutscher und italienischer Vereine: mehr gemeinsame Veranstaltungen
  • Musik an einer gemeinsamen Musikschule unterrichten

Umwelt, Verkehr und Lärmschutz

Ein nachhaltiger Umgang mit unserer Umwelt heißt für eine Entwicklung zu sorgen, die wirtschaftlich leistungsfähig, aber gleichzeitig sozial gerecht und ökologisch verträglich ist. Ein Hauptaugenmerk liegt auch auf dem Transitverkehr. Es müssen Lösungen gefunden werden, die die Problematik sofort angehen und bei denen Ressourcen sinnvoll eingesetzt werden. Bereits heute mögliche Maßnahme müssen sofort umgesetzt werden (ROLA; Nachtfahrverbote) – auch im Sinne des Gesundheitsschutzes der Klausner Bürger.

Unsere Ziele:

  • Mehr Grün in Klausen schaffen: Gesamtkonzept zur Begrünung und Verschönerung der Stadt
  • Ausbau eines durchgehenden Fahrradweges durch die Altstadt und Beseitigung von Gefahrenstellen (Verbreiterung am Marktplatz, Sicherung bei Klamm, bei Bushaltestelle Leitach)
  • Gefahrenbeseitigung Unterführung Leitach
  • Lärmschutz in allen Möglichkeiten ausschöpfen (A22, SS12, Eisenbahn)
  • Citybus für Fraktionen
  • Mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer (Innenstadt, Geschwindigkeitskontrollen Staatsstraße, Zebrastreifen, Ampeln)
  • Projekt „Querung Staatsstraße zur Säbener Promenade“
  • Durchsetzung der Sanierung des ehemaligen Lokschuppens der Grödnerbahn hinter dem Fernheizwerk und Nutzung als öffentlicher Raum (etwa Kunst- Literaturhaus, Jugendhaus)
  • Einsatz für die Weiterführung der ROLA bis Trient
  • Erarbeitung eines Parkplatzmodells; Berücksichtigung der Anliegen von Anwohnern, Gewerbetreibenden und Stadtverwaltung